Astpai & More

Wenn Twice A Day eine EP-Release starten, dann gibts keine halben Sachen, denn mit Astpai haben sie sich direkt eine Band mit an Bord geholt, die seit 15 Jahren im Do-it-yourself-Modus durch die ganze Welt touren.

An einen local Support wurde natürlich auch noch gedacht: Gravel In The Basement durften den Abend eröffnen. Leider habe ich meine Zeit damit vergeudet, dem SC Freiburg im Stadion beim Verlieren zuzusehen, daher hatte ich den Vierer aus Burgweiler verpasst, das heißt für euch und für mich: Band unbedingt auschecken.

Weiter ging es mit Twice A Day. Natürlich mussten die vier Freiburger direkt in den ersten zwei Songs ihren aktuellen Hit „Let Me Go“ verbraten. Zu Track Nummer drei war ich dann auch da. Nun gut, das macht aber nichts, denn das restliche Repertoire kann sich definitiv auch hören lassen. Twice A Day spielen Punkrock, manchmal poppig, manchmal etwas härter aber immer mit viel Gangshouts und guten Hooks. Ich hatte bereits an dieser Stelle über die Band berichtet und je öfter ich sie höre, desto besser läuft mir die Mucke rein. Die Melodien sind wirklich eingängig und mit dem neuen Drummer Milos haben sie eine wahre Bank auf dem Hocker sitzen, der vermutlich alle drei Shows ein neues Set benötigt. Hier gibts einen Einblick in die Show:

Da merkt man den Jungs deutlich an, dass sie schon einige Jahre zusammen Mucke machen. Einziger, winziger Kritikpunkt: Die Vocals von Sänger und Bassist Dennis gingen in manchen Momenten unter, da die Stimme zum einen nicht die Kräftigste ist, zum anderen aber auch die Anlage schon bessere Zeiten gesehen hat. Ein Kauf der neuen EP „Let Me Go“ lohnt sicher aber natürlich auf jeden Fall, denn die neuen Songs sind verdammt gut geworden.

Astpai aus Österreich haben danach noch das letzte bisschen Schweiß aus der KTS-Meute gepresst. Direkt mit „Careers“ wurde das Set eröffnet und natürlich: Der Saal war nach wie vor in Feierlaune und hat bereits in den ersten Minuten schon wieder das Pogo 1×1 ausgepackt. Wie ich im Intro bereits erwähnt habe, ist der Punkrock-Vierer nun schon seit 15 Jahren aktiv und sie durften ihre Mucke schon in Kanada, den USA und natürlich in Europa zum Besten geben. Astpai ist definitiv ein Aushängeschild der österreichischen Punkszene und so wie das auf der Bühne aussah, werden die Jungs das auch noch eine Weile machen, denn der Spaß war jedem Einzelnen von ihnen ins Gesicht geschrieben.

Neben ruhigeren Nummern wie „Honest Or Sentimental“ gab es natürlich auch eine Handvoll alte Vollgas-Songs, die die volle Bandbreite der Band aufgezeigt haben. Das war wirklich eine richtig gute und abwechslungsreiche Show. Beim Schlagzeuger sind mir übrigens noch gewissen Parallelen zum Flatliners Drummer aufgefallen, mit denen die Band seit Jahren befreundet ist. Zum einen hängen die Crash-Becken auch zwei-fingerbreit unter der Decke, zum anderen sah die Körperhaltung doch eher nach einem Aufenthalt im Kurbad in Bad Krozingen aus. Der Rest hat natürlich ordentlich auf die Kacke gehauen, mächtig das Haupthaar geschüttelt und die Instrumente für die Stiftung Warentest auf möglichen Verschleiß getestet. Das mag dem Leser jetzt als unnötige Information vorkommen, aber irgendwo da draußen gibt es jetzt ein bis zwei Menschen, die sich nun ein besseres Bild des Konzerts machen können, obwohl sie gar nicht da waren. Ha!

Der ganze Abend war von Anfang bis Ende ein Erfolg und ich hätte nichts dagegen, wenn Twice A Day direkt noch mal eine EP veröffentlichten und wieder die Jungs von Astpai einladen. Ich wäre definitiv wieder am Start.

Weitere Fotos vom Konzert gibts bei trvelove.

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