Baretta Love & More

Ziemlich genau zwei Jahre habe ich auf die Rückkehr der Detectors gewartet. Woher ich das so genau weiß? Weil ich bei ihrer Show 2014 bereits eine Review geschrieben habe und bereits damals hat mir die Band schon richtig gut gefallen. Und das ist wirklich noch untertrieben! Dieses Mal waren sie endlich wieder in der KTS am Start und hatten Berliner Support mitgebracht.

Los ging es aber zu Beginn mit einer Band namens Droneage aus Freiburg, die mit ihrer Grunge/Indie Mischung das eine oder andere Mal an der Punkrock-Schublade vorbeigeschrammt sind, sodass ich hier auch ein paar wenige Worte verliere. Die Band besteht aus der klassischen Trio-Besetzung und hatte vor gut gefüllter Bude eine halbe Stunde Zeit, den Freiburgern zu zeigen, was sie so machen. Die Mucke von Droneage ist meist ruhiger im Vergleich zu den weiteren Bands des Abends, mit gelegentlichen Ausflügen in schnelle Parts und in das eine oder andere Soli. Die Songs sind solide, könnten allerdings noch besser sein, wenn die Klampfe mehr Charakter hätte und der Instrumental-Sound selbst ein wenig durchdachter wäre. Da kam leider zu wenig rüber. Sonst war das aber eine ordentliche Support-Show und die mitgebrachten Fans waren auch schon fleißig am Tanzen.

Danach ging es mit dem Berliner Trio Baretta Love weiter und ich muss ehrlich gestehen, dass mir die Songs auf Spotify nicht wirklich zugesagt hatten. Die Erwartungen waren daher auch nicht sehr hoch gesteckt. Direkt mit den ersten Akkorden und den ersten gesungenen Tönen wurde mir aber recht schnell klar, dass die Band live viel rotziger klang. Und ich mich mal wieder total geirrt hatte. Das kam überraschend und war vor allem richtig gut. Gerade die älteren Songs waren punkiger Rock’n’Roll und haben der KTS von der ersten Reihe bis hinter zum Tischkicker wirklich gut gefallen. Sänger und Gitarrist Fabian hat es sich nicht nehmen lassen, das eine oder andere Mal seine Axt (Achtung: Metal-Begriff für Gitarre) auch mal mitten im Publikum zu schwingen. Die Ansagen waren wie erwartet authentisch, was will man auch anderes bei einer Berliner-Dialekt-Combo erwarten. Ein paar neue Songs gab es obendrauf, die zwischen dem ganzen Haare-schütteln und Bier-trinken ruhiger und Indie-lastiger ums Eck kamen. Gutes Ding, diese Band werde ich definitiv im Auge behalten.

The Detectors. In meiner alten Review habe ich schon das eine oder andere auf den Punkt gebracht und vieles trifft auch heute noch auf die Kieler Jungs zu. Natürlich wurde wieder der Hit „Along the way“ gezockt, die rotzigen Vocals sind immer noch hervorragend im Wechselspiel eingesetzt, nur die Frisuren haben sich teilweise verändert. Ok, mal im Ernst: Diese Band macht sehr vieles richtig, hört euch einfach auch mal „Let Me Out“ an. Da muss man einfach seinen Bierbolzen in die Höhe strecken und mitsingen. Ist zwar auch nicht mehr der neueste Song aber hey: Darauf kommt es ja wirklich nicht an. Sympathisch sind die vier Herren auch noch, fast schon Gentlemen-Like, was man jetzt nicht allzu oft auf so einer Punkrock-Show sieht. Bald gibts dann auch wieder neuen Stoff von The Detectors auf die Ohren, denn die Band befindet sich schon wieder mitten im Songwriting-Prozess. Ich bin gespannt auf die neue Scheibe und auf die neuen Songs.

Eines muss ich hier aber im Vergleich zur alten Review noch hervorheben: Es wurde keine Zugabe gespielt. Tztztz, shame on you. Das nächste Mal dann zwei, abgemacht?

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