Biohazard & More

Ich muss gestehen, ich habe ein leichtes Déjà-Vu: Biohazard zur Sommerzeit im Café Atlantik, und die Support Band hört auf den Namen Selfish Hate. Das gab es 2012 bereits schonmal, und ich kann mich noch sehr gut an die Hitze und die tropfende Decke erinnern. Dieses Mal waren die Temperaturen noch heftiger, und die Luftfeuchtigkeit quasi zum Anfassen hoch…

Opener dieses schwitzigen Abends waren Cycle Beating aus Lahr, die mit ihrer Mischung aus Thrash-Metal & Hardcore dem Publikum direkt einen vor den Latz geknallt haben. Die Mucke des Vierers ist sehr gitarrenlastig, man konzentriert sich hier nochmal eine Schippe mehr auf Riffs progressiver Natur, die für die Vocals aber wieder zurückgenommen werden. Anversich eine gute Sache, nur ist der Sound im Café Atlantik immer recht Suboptimal und bei solch „schweren“ Klampfen kam teilweise nur noch Brei aus den Boxen. Das führte früher oder später auch dazu, dass die Songs alle sehr ähnlich klangen und das Set gegen Ende recht eintönig wurde. Ansonsten aber ein guter Opener.

Als zweites waren unsere Jungens von Selfish Hate am Start. Eigentlich berichten wir ja nicht doppelt und dreifach über dieselbe Band, wenn sich nichts getan hat. Die Freiburger haben aber aufgestockt, und sich mit Chris einen weiteren Gitarristen geangelt. Das sorgt natürlich für mehr Druck. Allgemein hat sich musikalisch viel getan. Die Songs klingen solider, die Shouts von Simon sind wie gewohnt brachial und das Publikum kam immer mehr in Fahrt, sodass am Ende mit dem Beastie Boys Hit „Fight For Your Right“ der Laden kochte und der Schweiß schon wieder aus allen Poren schoss. Einziges Manko: Auch hier waren die Klampfen irgendwo zwischen Brett und Brei, und einige Hochtöne zwischen den Tracks wären auch zu vernachlässigen gewesen. Aber sonst wirklich top, die Jungs sind ja auch nicht umsonst von uns gesponsert.

Biohazard, viel zu dieser Band muss ich hier glaube ich niemandem mehr aufzählen: Gegründet 1987, Aufgelöst 2005, Neugründung 2008, 9 Alben, und jede Menge „Fucking“ und „Motherfucking“, die aus den Boxen dröhnten. Die Jungs können es noch, und im Vergleich zur Show 2012 hat sich der Bassist meiner Meinung nach besser integriert. Das fiel mir in der Art der Vocals auf, als auch in der Vielzahl der Songs, die von Scott gesungen werden. Auf der anderen Seite standen „Gitarrengott“ Bobby und natürlich Billy, der die schwitzende Meute bei jeder Möglichkeit einheizte. Das Atlantik war sehr gut gefüllt und die Zuhörer trotz wirklich unmenschlicher Temperaturen im Party-Modus. Jeder Hit der Band wurde zelebriert und beim Sound musste man wirklich anerkennen, dass die Klampfen super rauskamen und auch der Rest einfach gepasst hat! Es geht doch! Biohazard blieben sich natürlich auch dieses Mal mit ihrem Crossover-Hardcore treu und machen auch nach so vielen Jahren Laune anzusehen. Jetzt wird es langsam Zeit für eine neue Platte, mal schauen was da in nächster Zeit noch so aus Brooklyn kommt!

Nach dem Konzert ging es zumindest für mich direkt nach Hause unter die Dusche. Ich war schon auf wirklich vielen Konzerten, aber so eine Hitze in Kombination mit diesem Schweißmassaker habe ich so krass noch nie erlebt! Das war es aber auf jeden Fall wert!

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