Disgraced Life & More

Das Hardcore Meeting ging am Wochenende in Runde drei und ist auf dem besten Weg, sich als Konzertreihe in der Stadt einen Namen zu machen. Hinter diesen Aktionen stecken übrigens die Jungs von Selfish Hate, die in regelmäßigen Abständen neue Bands in den Walfisch locken. Dieses Mal gab es Unterstützung von Dog Track aus Karlsruhe und von Disgraced Life aus Österreich.

Mit Dog Track ging es dann auch schon ordentlich los, denn das Quartett aus der „Nachbarschaft“ bringt guten Oldschool Hardcore auf die Matte und mischt die klassischen Breakdown-Parts mit schnelleren Punkrock-Passagen, zumindest im instrumentalen Bereich. Die Vocals sind da recht straight obendrauf geballert und bleiben konstant auf einem guten Level. Es gibt da ja viele Sänger, die bereits in der ersten viertel Stunde ihr komplettes Pulver verschießen. Bei Dog Track kann man da glaub eine Weile warten, bis T-Dog die Puste ausgeht.

Danach gabs die Lokalmatadoren von Selfish Hate live und in Farbe auf der Bühne. An dieser Stelle kann ich getrost auf diese ältere Review verweisen, denn hierzu ist wirklich schon alles gesagt. Nur der Gitarrensound war dieses Mal wesentlich besser.

Last but not least waren Disgraced Life an der Reihe. Die vier Jungs hatten sich aus dem 600km entfernten Zell am See auf den Weg gemacht, um den Walfisch aufzumischen. Am nächsten Tag ging es dann direkt weiter nach Leipzig, um dann wieder den Heimweg anzutreten. Das sagt dann wohl schon ziemlich viel über eine Band aus, wenn sie viel Zeit im Auto auf sich nehmen, um ihre Mucke in neue Städte zu bringen. Musikalisch erinnerte mich Disgraced Life witzigerweise an Selfish Hate, denn die Art Hardcore war recht ähnlich, denn auch sie spielen gerne mal mit diversen Tempowechsel zwischen den Tracks und auch im Songwriting & Riffing konnte man sehr gut Parallelen zwischen den beiden Bands ziehen. Da ich ja sehr gerne Vergleiche suche, um dem Leser ein besseres Bild zu zeichnen, gibt es heute noch eine Premiere, denn heute wird zum ersten mal die Geste von Sänger Lukas verglichen. Bereits von Beginn an, erinnerte mich die Haltung und die Gesten sehr stark an JJ Peters von Deez Nuts. Das mag sicherlich auch an der Snapback liegen, die er sehr Tief ins Gesicht gezogen hatte, aber auch an der Art, wie der Shouter sein Mikro hielt, gestikulierte und sich auf der Bühne bewegte. Checkt einfach mal die Bilder aus, vielleicht wisst ihr dann, was ich meine. Im Publikum wurde übrigens ordentlich „getanzt“, und das Handbuch des Violent Dancing von oben nach unten aufgeführt. Alles in allem ein super Abend vor gut gefülltem Haus. Man darf gespannt sein, wen HCM Booking das nächste Mal in unsere Stadt holt.

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