Kingdom of Giants & More

Konzerte im Crash sind ja nicht mehr so präsent wie sie es noch vor einiger Zeit waren. Die Shows werden weniger, der Sound im Betonkeller nicht unbedingt besser und doch freut man sich jedes Mal aufs Neue, wenn härtere Klänge den Weg in die Schnewlinstraße 7 finden. Mit Kingdom Of Giants, Continents & High Hopes in einer Package freut man sich noch mehr, dass direkt drei Top-Bands den Weg zu uns gefunden haben. Und siehe da, die Show findet im Barraum statt, wo man kurzer Hand eine Bühne reingezimmert hat. Eines kann ich vorab verraten: Der Sound war richtig fett!

Mit High Hopes aus den UK ging es direkt gegen 20 Uhr los, und der Saal war schon ordentlich mit tanzwilligen Menschen gefüllt. Die fünf Engländer, die mit neuem Album namens „Sights & Sounds“ im Gepäck touren, packten direkt die Metalcore-Keule aus und sorgten hier und da bereits für die ersten Two-Steps. Musikalisch bewegt sich die Band in ähnlichen Gefilden wie The Ghost Inside: Breakdowns, melodische Chrorus-Klampfen mit eingängigen Melodien, fette Shouts und eine ordentliche Portion Kopfnicker. Meiner Meinung nach kommen die Jungs live auch nochmal eine Ecke besser als auf Platte. Anspieltipp: Revelation vom aktuellen Album. Ich glaube in dieser Review muss ich neue Superlativen googlen, wenn schon der Opener als Headliner taugen würde.

Danach ging es auch gleich mit Continents weiter, und was soll ich sagen: Den Namen hatte ich vorab schonmal gehört, aber richtig viel Mucke war mir bis zu diesem Zeitpunkt nicht bekannt. Das sollte sich danach ändern, denn die fünf Musiker, ebenfalls aus den UK, haben mich einfach nur umgehauen. Die Show war voller Energie, die Songs bewegen sich irgendwo zwischen Metalcore und progressivem Screamo. Sänger Phil schaffte es zusätzlich mit Leichtigkeit das Publikum in seinen Bann zu ziehen. Der Großteil des Publikums dürfte ähnlich gedacht haben, denn der Bewegungsradius nahm deutlich zu, Stagedives waren mit von der Partie und der gute alte Pogo hatte auch den Weg ins Crash gefunden. Killer!

Last but not Least: Kingdom Of Giants. Ein Jahr zuvor gab es die Amis bereits das erste Mal im Crash und damals bin ich wirklich beeindruckt nach Hause gegangen. In den kommenden Monaten etablierte sich das Album „Ground Culture“ zum Dauerbrenner in meiner Plattensammlung. Musikalisch ist der alten Review nichts hinzuzufügen, also riskiert doch auch einen Blick dorthin. Die Show selbst war wie erwartet richtig fett, wenn auch ziemlich kurz. Songs wie „Ground Culture“, „Lions Mouth“ und der neue Hit „Motif“ durften natürlich nicht fehlen und wurden von den vielen anwesenden Menschen auch ordentlich gefeiert! Die Band wurde quasi noch zu zwei weiteren Zugaben gezwungen und gegen 22:15 Uhr war dann auch schon wieder alles vorbei.

Fazit: Vor einem Jahr bin ich wegen Burning Down Alaska ins Crash und mit Kingdom Of Giants als Dauerschleife wieder nach Hause. Dieses Jahr werde ich mit Continents im Ohr noch den einen oder anderen Tag verbringen. Aber auch High Hopes und Kingdom Of Giants waren einfach nur grandios, ein Line-Up der Superlativen. Wenn auch nur eine dieser Bands wieder nach Freiburg kommt, ich werde da sein.

Zu guter Letzt möchte ich diese Review mit einer Bitte abschließen: Bitte liebes Crash, lasst mehr dieser Konzerte im Barraum zu, denn der Sound ist wahnsinnig gut, die Größe der Location perfekt und die Stimmung wesentlich besser als im großen Raum mit der selben Anzahl Besucher! Das würde unsere Musiklandschaft deutlich bereichern!

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