Lamantide & O

Leise ist Scheisse! Wenn dieses Motto schon direkt vor der Venue liegt, verspricht der Abend so einiges. Die Slacklinecityshows setzen ein Zeichen gegen die allgemeine Besinnlichkeit, und so starten sie das neue Jahr direkt mit zwei Italienischen Hardcore Bands. Happy New Year und vielen Dank dafür!

Lamantide waren als erstes an der Reihe und haben direkt mal gezeigt, wo die Reise hingehen sollte! Die Songs selbst sind sehr fragmentiert aufgebaut und mit den permanent starken Shouts von Sänger Marco gewürzt. An manchen Stellen münden die progressiven Tracks jedoch wieder in „einfachere“ und ruhigere Parts, die das Ganze ein wenig auflockern. Das gefiel mir sehr gut, denn so hatte man stets ein wenig Halt in den wirklich anspruchsvollen Tracks. Nahrung fürs Gehirn, würde ich das mal nennen. Allgemein gefiel mit Lamatide wirklich gut, besonders auch aufgrund des charismatischen Sängers, der wirklich in jeden Song eintauchte und irgendwie apathisch und energisch zugleich wirkte. Das muss man erstmal hinbekommen, denn dieser Ausdruck spiegelte sich in der Musik wieder.

Danach waren O aus Biella an der Reihe und dürften wohl direkt den Titel des kürzesten Bandnamens gewonnen haben! Suchmaschinen-technisch ist das Ganze ein wenig komplizierter, da einem der Computer nicht nur ein Ergebnis ausspuckt. Aber: wer suchet der findet und direkt mit dem ersten Song zeigte das Quartett, dass ein Zusammenspiel mit Lamantide absolut sinnig ist, denn die Band konnte die Wucht des Vorgängers aufrechterhalten. Auch hier waren die Vocals wieder von Anfang bis Ende wirklich stark und auch hier gibt es in den Song-Strukturen Parallelen zur Vorband.

Das Licht war übrigens, wie ihr auf den Bildern sehen könnt, wirklich perfekt für den Abend! Einen Scheinwerfer hinter den Drums, viel Nebel und fertig. Die ganze Atmosphäre passte einfach perfekt zur Mucke und habe ich das in der Art und Weise in der KTS bisher noch nicht gesehen. Nun gut, weiter mit der Band. O können nicht nur draufballern, sondern auch die Stücke in sphärische Parts leiten, sodass der Zuhörer einmal verschnaufen konnte, und das gelang ihnen wirklich sehr gut. Die Band erntete in Form von Applaus daher viel Lob, auch wenn an diesem Montag nicht allzu viele den Weg zur Show gefunden haben.

Wenn ich im Nachhinein die Bands nochmal Revue passieren lasse, muss ich sagen, dass mich Lamantide ein wenig mehr in ihren Bann gezogen haben. Das mag zum Einen sicherlich am Vocalist liegen, zum Anderen erschienen sie mir aber ein wenig abwechslungsreicher, da sie die Extreme in ihren Tracks stärker ausgeführt haben. Das ist aber natürlich nur meine Meinung. Alles in Allem war das ein super Start mit zwei starken Bands und wir sind gespannt, was uns zum Thema „Leise ist Scheisse“ dieses Jahr noch erwartet.

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