Madball & More

Das letzte Mal hatte ich Madball vor gut drei Jahren live gesehen. Damals entstand die Idee für den Amplifier. Einen Teilgrund dafür trägt sicher auch die HC-Formation aus New York, denn auf Platte konnten sie mich nie vollends überzeugen, aber live hat mich die Energie umgehauen. Vielleicht geht es anderen Zuhörern auch so? Warum gibt man Bands live keine zweite Chance, wenn sie auf dem Tonträger nicht komplett überzeugen? Vielleicht ändern Konzertberichte was daran und wie sagt man so schön: „The rest is history!“ Der Amplifier war geboren.

Drei Jahre später durften im Café Atlantik mal wieder Locals eröffnen: Code Red Organisation. Die vier Herren, die in den letzten Jahren gefühlt durchgehend mit The Exploited auf Tour waren, konnten innerhalb kürzester Zeit mit ihrem „groovigen Thrashmetal“ das Publikum für sich gewinnen, was bei solchen Supportshows nicht immer einfach ist, gerade bei unterschiedlichen Genres. Das Café Atlantik füllte sich mehr und mehr, die Hitze steigerte sich ins Unermessliche und der Applaus für Code Red Organisation stieg auch von Song zu Song. Man merkte der Band auch deutlich an, dass sie viel unterwegs waren, denn in Sachen Tightness gab es da rein gar nichts zu meckern. Thrashmetal-Fans sollten das Quartett auf jeden Fall auf dem Schirm haben!

Weiter ging es mit Madball. Bereits in besagter erster Review ever, sprach ich von einem „agilen“ Frontmann, der trotz seines Bewegungsradius stimmlich auf einem Toplevel blieb. Das traf auch dieses Mal wieder zu 100% zu. Freddy Madball scheint unkaputtbar zu sein, denn die Luft im Atlantik konnte man quasi schneiden. Die Luftfeuchtigkeit war so hoch, dass die ersten Zuschauer ohne Seepferdchen sicher schon nervös wurden. Nur eine Person hat von all dem nichts mitbekommen: die Frontmähne von Madball. Aber auch das Publikum selbst war in Tanzlaune und so wurden einige Stagediver fast bis in den Raucherbereich getragen. Madball hat also ein weiteres Mal überzeugt, alles an Hits ausgepackt und das Publikum zufrieden nach Hause geschickt.

Fun-Fact des Abends: Am Madball-Merchstand kann man mittlerweile auch mit Kreditkarte blechen, das habe ich so noch nicht gesehen. Die Hater werden sicher fragen: „Ist das noch Hardcore?“ Ich würde sagen: Willkommen in 2017!

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