Migre Le Tigre

Ok, so spontan gab es wohl noch keine Review meinerseits. Eigentlich wollte ich nur nochmal raus, ein oder zwei Bierchen zischen, und dann wieder nach Hause. Doch dann tauchte dieses Plakat im Altantik auf, dass von einem Live-Konzert sprach. Das komische war nur: Ich war im Atlantik, da lief Fussball und es war weit und breit nichts von einer Show zu sehen, bis ich mal gecheckt habe, dass das Ganze im Keller stattfindet. Da es dort auch Bier gab, verlegte ich den Feierabend also einen Stock tiefer.

Und es sollte sich lohnen. Ich bin jetzt nicht unbedingt der Erste, der voller Euphorie an eine Singer-Songwriter Show geht, aber in diesem Fall klang das beim Soundcheck bereits anders. Ganz anders. Der Typ aus der Schweiz hört auf den Namen Migre Le Tigre und nennt seine Mucke selbst Acoustic-Riot. Das sagt wohl schon alles, denn die Songs waren Punkrock-Hymnen und wirklich nichts Anderes. Und nein, er ist nicht auf seinen klassischen vier Akkorden rumgerutscht und hat etwas in seinen Rollkragenpulli genuschelt. Migre Le Tigre spielt E-Gitarre auf einer Akustik-Klampfe: viele schnelle Melodien und facettenreiche Akkordfolgen, die ständig durch Melodien unterbrochen werden. Ach ja, und nebenher singt der Schweizer natürlich auch noch, und zwar richtig gut. Stellt euch vor Chris Cresswell von den Flatliners spielt Far From Finished Songs, nur ohne Schlagzeug, Bass und Strom für die E-Gitarre. Ich könnte mich hier förmlich in Ekstase reden, so beeindruckt hat mich das Ganze. Als würde das nicht schon reichen, gab es zum Abschluss noch das Langwagon Cover zu „Making Friends“ und in den Pausen wurde ein bisschen über Black-Metal, das Leben in der Schweiz und über Bowling-Abende sinniert. Großartig. Danke Migre Le Tigre, danke Seafood Shows, für dieses überraschende Konzert-Highlight! Genau das stelle ich mir unter Akustik-Punk vor und daher ist diese Review genau das Richtige für den Amplifier!

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