Power & We Will Fly

Jaja, die SlacklineCityShows gehören im kurzen Dasein des Amplifiers ja quasi schon zu unseren Stammkunden. Da wurde es allerhöchste Zeit den Jungs bei ihrem Konzert in der KTS mal einen Besuch abzustatten.

Totz großer Hitze, war die KTS bereits bei der ersten Band namens Power aus Kiel recht gut gefüllt. Die Jungs aus Kiel legten auch gleich schon ein ordentliches Brett an musikalischem Können auf die Bühne und man wusste spätestens nach einer Minute direkt: Der Name ist Programm. Die Jungs spielen ihre ganz eigene Mischung aus Hardcore, Punkrock und kleinen Trashmetal & Rock’n’Roll-Parts (!). Sie bewegen sich deutlich weg vom klassischen „Harte-Strophe, Melodischer Chorus“ Schema und werden durch das ganze Set hindurch in keinster Weise langweilig. Im Gegenteil: Harte, schnelle Songs wechseln sich mit melodischen Sing-Alongs ab, teilweise von Song zu Song, teilweise innerhalb eines Songs. So kommt es, dass manche Songs fast vier Minuten gehen, andere aber gerade so die eine-Minute-Marke überschreiten.
Eines gibt es noch zu dieser Band zu sagen: Man kennt das ja von vielen Bands, es gibt einen Lead-Gitarristen, und einen, der mit seinen Akkorden das Fundament unter der Melodie zimmert. Diese Band hat ganz einfach zwei Lead-Gitarristen! Alleine deshalb lohnt sich ein Besuch bei Power schon.

Nun kommt wieder der große Vergleich mit mir bekannten Bands, was dieses Mal so ziemlich die Hölle ist, denn es gibt viele Eindrücke: Zum Einen erinnern die harten Songs & Parts sehr an die guten alten Kid Dynamite, die damals auch ohne Rücksicht auf Verluste ihre Tracks runtergebuttert haben, als gäbe es kein morgen mehr. Bei den melodischen Parts unterscheiden sie sich jedoch ein wenig von den Jungs aus Philly, denn die Sing-Alongs sind ausgeklügelter und abwechslungsreicher. Hier hört man die kalifornische Punkschiene deutlich raus, die sie mit ihren prägnanten Vocals & den Melodien in ihre ganz eigene Richtung verlegen, raus aus jeglicher Schublade…

Bevor ich nun zur zweiten Band komme, muss ich noch ein paar Worte über den Sound vor Ort loswerden: Wer schonmal in der KTS war, weiss, dass es sich hierbei nicht um einen top ausgestatteten Hörsaal mit Sinus-Matten und Holzverkleidungen handelt. Der kleine Raum ähnelt eher einem Keller mit Bühne, aber der Sound war Massiv: Die Klampfen kamen gut raus, Schlagzeug und Bass waren nicht zu penetrant, sondern super abgestimmt auf den Rest. Einzig der Gesang war einen Tick zu leise, aber wir wollen hier nun wirklich nicht kleinlich sein.

Als zweites waren WE WILL FLY an der Reihe. Vorab wurde mir erzählt, dass diese Band vor einiger Zeit einmal ein komplettes NOFX Cover-Set gespielt haben soll… Nun, was soll man dazu sagen… mehr Pluspunkte kann eine Band wohl nicht absahnen, ohne auch nur einen einzigen Ton gespielt zu haben. We Will Fly waren eine Ecke melodischer als Power und haben mit zwei Gitarristen und einem Bassisten teilweise eine drei-stimmige Gesangs-Wand kreiert, die auf das Publikum niederprasselte. Die Jungs hatten Bock, und das merkte man auch vor der Bühne. Die Berliner lieferten eine Top-Show, konnten rein subjektiv gesehen aber nicht an die erste Band anknüpfen…

Musikalisch war auch hier der „Californian-Punk“ tief verankert, nicht zu poppig, sondern immer mit viel Wucht und Energie!
Einordnen würde ich die Jungs irgendwo zwischen the Briggs, NOFX und Pulley. Aber auch hier ist alles wieder subjektiv eingeordnet…

Allgemein gesehen war das ein hammer Line-Up für einen Mittwoch Abend, da wären viele Locations froh, solche Bands am Wochenende zu haben!

Mehr davon!

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