The Browning & More

Kann ich eigentlich meine Hausschuhe im Crash Freiburg irgendwo unterbringen? So oft wie ich mich da mittlerweile aufhalte, würden sich die Schlappen auf jeden Fall lohnen. Dieses Mal luden The Browning mit dreifacher Metalcore-Verstärkung zum Moshen ein und haben den Barraum wirklich zum Ausrasten gebracht. Aber eins nach dem anderen.

Los ging es mit einer geballten Ladung Schottland: To Kill Achilles aus Dundee durften diesen Abend eröffnen und konnten sich von Beginn an über zahlreich erschienenes Publikum freuen, die teilweise auch mit den Texten des Sextetts vertraut waren. Musikalisch wurde hier der bereits genannte Metalcore noch mit sphärischen Keyboard-Sounds geschmückt und auch Shout-Technisch gab es Unterstützung vom Mann an den Tasten, sodass die Band ihre Songs mit einer ordentlicher Wucht ins Publikum feuerte. Übrigens würde der Gitarrist bei einem Oliver-Sykes-Ähnlichkeitswettbewerb mit Sicherheit unter den Top drei landen. Man werfe einen Blick in die Bilder. Fazit: Guter Opener.

Next: Empires Fade aus Manchester. Die sympathischen Engländer haben dort weitergemacht, wo die erste Band aufgehört hat: Metalcore. Die Musik wirkte hierbei jedoch ein wenig durchdachter und bot durch Clean-Vocals auch deutlich mehr Abwechslung beim Zuhörer. Die hätten, für meinen Geschmack, noch ein wenig mehr in den Vordergrund gerückt werden können, da sie während den Songs eher untergingen. Ob das jetzt am Songwriting oder am Mischen liegt, wird sich zeigen, wenn ich mir die Band noch das ein oder andere Mal auf Spotify reinziehe. Spannende Band mit einem Frontmann, dem man gerne beim Ausflippen zusieht…

Feed Her To The Sharks aus Melbourne haben es dann endgültig geschafft, den vollen Barraum in ihren Bann zu ziehen: Die Australier haben in Sachen Härte noch einmal eine Schippe draufgelegt und das Crash ordentlich aufgemischt. Auch die restliche Band, neben Frontmann Andrew, wirkte präsenter und die Moves auf der Bühne weniger gezwungen. Ich weiss nicht genau, wie man das an dieser Stelle beschreiben soll, aber bei beiden Bands zuvor wirkten die Mitglieder bereits mit der Mucke an sich ausgelastet. Alles was dann noch dazukam (Sprünge und Co.) wirkte irgendwie gezwungen und nicht sehr locker. Naja, wie dem auch sei haben Feed Her To The Sharks mächtig vor den Latz geknallt, die Band selbst hat alles gegeben und das Crash war zum Ende des Sets der Band zu großem Dank verpflichtet.

The Browning: Headliner des Abends aus Kansas City. Wer dachte, dass die Australier zuvor schon den Saal abgerissen haben, sollte nach ein paar wenigen Minuten bemerken, dass das Potenzial noch lange nicht ausgeschöpft war. The Browning konnte nämlich ohne Problem mit dem ersten Ton den kompletten Raum zum Singen, Tanzen, Mosten, Klatschen und Feiern bewegen. Einfach so. Was hierbei deutlich zur Party-Stimmung beitrug: Ihr Mischung aus Metal und Electro. Das kam hervorragend an, das motivierte die Damen und Herren zum Ausrasten oder besser gesagt: Das Crash ist ganz einfach durchgedreht. So viel Verrücktheit und Spaß habe ich selten bei einer Band erlebt. Hut ab an dieser Stelle. Dazu beigetragen hat sicherlich aber auch die Entscheidung, dass dieses Konzert eben im kleineren Raum stattgefunden hat. Denn hier hat sich die Stimmung wirklich gebündelt, der Sound war richtig fett und das Bier floss in Strömen. Ich kann das gar nicht so wirklich in Worte fassen, was an diesem Samstag Abend los war. Schaut euch einfach die Bilder an, ärgert euch, dass ihr die Nummer verpasst habt, und geht selbst an das nächste Konzert. Ich erfinde hier schließlich nicht irgendwelche Stories. Danke Desaster Booking, dank an alle Bands, das war ein weiteres Highlight in diesem Jahr.

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