The Exploited & More

Once Again, Walfisch! Dieses Mal mit The Casualties und The Exploited. Ich war sehr gespannt, wie die Schotten das Problem des fehlenden Frontmanns lösen sollten, daher ließ ich mir diese sehr spontane Show nicht entgehen!

Los ging es mit The Casualties, die in gewohnter Manier mit gefühlten 300 bpm durch die gut gefüllte Location heizten. Doch bevor die Musik startete, hatte sich Sänger Jorge erst mal ein Bier quer über Gesicht und Jacke geschüttet. Aber keine Angst, in die Augen ging nichts, denn die waren erst zur zweiten Hälfte des Sets geöffnet.

Spaß beiseite, musikalisch bleiben sich die New Yorker treu und sind auch live auf der Bühne ein richtiges Brett. Songs wie „On The Frontline“, „Under Attack“, oder aber „We Are All We Have“ gehen runter wie Öl und sind an Tightness kaum zu übertreffen. Die Mucke, gepaart mit dem Humor der Band, die während des Sets einen Chicken Fight anzettelten, machte wirklich Laune! Meine „Bands-die-ich-unbedingt-sehen-muss“-Liste ist wieder um einen Namen ärmer!

Danach: The Exploited. Zum einen war ich natürlich sehr gespannt, wie die Band es schaffen sollte, den fehlenden Watti auszugleichen und zum anderen war ich auch gespannt, weil diese Band nicht zu meiner Plattensammlung gehört. Ich bin also weder Fachmann, noch hab ich die Kapelle jemals Live gesehen.

Los ging es direkt mit Jake von The Casualties am Mikro und das Publikum war in Tanz- und Pogolaune. Danach folgten viele Wechsel im Gesang, selbst der Tourmanager von der Vorband durfte einen Song singen (das war richtig stark!).

Den größten Teil des Sets ballerten The Exploited allerdings als Trio runter, während Bassist Irish Rob und Gitarrist Robbie Davidson sich die Seele aus dem Leib brüllten. Beide, und das ist nicht gelogen oder geheuchelt, haben einen wirklich guten Job gemacht, da wird mir jeder im Publikum zustimmen. Durch den ständigen Wechsel in der Stimme, war die Show auch zu keiner Zeit öde. „Beat The Bastards“ und „Fuck The USA“, waren nur zwei Hits, die The Exploited an diesem Donnerstagabend rausgehauen haben.

Als es nach einer Stunde zum Encore überging, wünschte sich ein Gast spontan „Daily News“. Obwohl die Band den Song gar nicht auf dem Schirm hatte, gab es das Teil trotzdem zu hören und mindestens eine Person im Walfisch drehte komplett durch. Danach wummerte „Punx Not Dead“ aus den Boxen und irgendwann, nach vier bis fünf Zugaben war dann Schluss.

Fazit: Das hat echt Laune gemacht. Die Konzertberichte der bisherigen Tour mit Watti waren durchgehend negativ aufgrund des schlechten Zustands des Sängers auf der Bühne. Davon war an diesem Abend keine Spur, The Exploited waren tight wie ein Uhrwerk, die Bandmitglieder hatten sichtlich Spaß auf der Bühne und das Publikum auch. Punx Not Dead, The Exploited auch nicht.

SPREAD
Share on FacebookTweet about this on TwitterGoogle+share on TumblrPin on PinterestEmail to someone

Kommentieren

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *