The Flatliners & More

Tag Zwei des großen Lucky Booking Fest #2. Also hieß es, wieder ab ins White Rabbit, um sich ein weiteres Mal großartige Bands reinzuziehen: The Flatliners, Such Gold und Snareset waren an diesem Dienstag für die Hitze zuständig.

Angefangen hat der Abend mit den Münsteranern namens Snareset. Ich muss ehrlich sagen, ich habe noch nie von dieser Combo gehört und war direkt beim ersten Track auch dementsprechend überrascht, warum mir dieser Name noch nie über den Weg gelaufen ist. Ehrlicher Punkrock mit schön kratzigen Vocals und zweistimmigen Klampfen, die doch eine gewisse Ähnlichkeit zum heutigen Headliner aufwiesen. Das hat richtig Laune gemacht und wird wohl auch noch in den nächsten Wochen auf meiner „Was ich unbedingt noch anhören muss“-Liste stehen. Gute Band, gute Songs, und ein richtig fetter Opener.

Als nächstes gab es Such Gold, die ich vor gut einem Jahr im Artik verpasst hatte und quasi nur von Videos kenne. Musikalisch gesehen, bewegen sich die vier Amis natürlich auch in den Gefilden des Punkrock, wie sollte es an diesem Abend auch anders sein. Den Unterschied machen bei dieser Band allerdings die progressiven Parts, die sie immer wieder in ihre Songs einstreuen, und die einen beim Mitwippen so herrlich schön aus dem Takt bringen. Das hat Spaß gemacht. Den Track „Two Year Plan“ kann ich hierbei wärmstens als Hörprobe empfehlen. Und auch bühnentechnisch war das ein Augenschmaus: Während Sänger Ben leicht psychopathische Blicke à la Ace Ventura ins Publikum warf, hat Bassist Jon sein reichlich vorhandenes Haupthaar durch das erneut sehr gut gefüllte White Rabbit gezwirbelt. Die Vocals erinnerten mich stimmlich übrigens sehr an The Story So Far, das aber nur als Randnotiz. Meine Vermutung hatte sich auf jeden Fall bestätigt: Es war und ist immer noch sehr ärgerlich, dass ich die Band letztes Jahr verpasst hatte. Sonst hätte ich an diesem Dienstag vermutlich schon mehr Tracks gekannt und zu schätzen gewusst.

Letzte Band am Lucky Booking Fest #2: The Flatliners. Und da hatte ich richtig Bock drauf. Ich kenne die Band bereits seit ihrem 2007er-Album „The Great Awake“ und bin seither Fan der Kanadier. Dementsprechend hoch waren natürlich auch die Erwartungen an den Abschluss des Abends, und ich sollte nicht enttäuscht werden. Die Band hat, wie bereits im Voraus gehofft, alle Hits ausgepackt. Neben „Monumental“, „Count Your Bruises“ und „Carry The Banner“ durfte natürlich mein favourite Song namens „Eulogy“ auf keinen Fall fehlen. Das Publikum war wiederum richtig gut am Start und bei eben genanntem Track hielt es mich dann auch nicht mehr in der Senioren-Kopfnicker-Reihe. Genauso wie die Menschen vor der Bühne, hatten auch die vier Herren auf der Bühne sichtlich Bock zu spielen. Das konnte man definitiv nicht leugnen, auch gerade weil sie nach Ende des Sets nochmal zwei Songs ausgepackt haben. Das einzige, was ich gerne noch gehört hätte, wäre „This Respirator“ gewesen, aber gut: In 14 Jahren Bandgeschichte kann man leider nicht jeden Song raushauen. Das war definitiv der perfekte Abschluss für ein perfektes Festival.

Liebes Lucky-Booking-Team: Vielen Dank für diese beiden großartigen Tage. Vielen Dank dafür, dass ihr euch nicht nur diese Woche, sondern das ganze Jahr über den Arsch aufreißt, um exotische und spannende Bands in unsere Stadt zu holen. Vielen Dank dafür, dass ihr einen großen Teil der Szene ausmacht. Ohne euch würde es in Freiburg nicht so viele gute Punkrock-Shows geben. Und da sollte jeder Leser an dieser Stelle einfach mal dankbar sein.

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